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5/29/2010 Koblenz
Stadtrat ist einig: Koblenz baut ein neues Hallenbad
Favorit ist das Modell in Eigenregie – Eintrittspreise werden steigen – Ärger über Mehrkosten bei Schienenhaltepunkt Mitte
Die Stadt baut ein neues Hallenbad. Das hat der Stadtrat am Freitagabend einstimmig beschlossen – bei Enthaltung der Fraktion der FDP. Ergänzungsvorschlag der FDP, ein gemeinsames Bad der Region an einem geeigneten Standort anzupeilen, wollten sich die anderen Fraktionen nicht anschließen.
KOBLENZ. Die Stadt baut ein neues Hallenbad. Das hat der Stadtrat am Freitagabend einstimmig beschlossen – bei Enthaltung der Fraktion der FDP. Und unter dem Vorbehalt der Finanzierbarkeit. Letztlich setzte sich auch im Rat das Modell durch, das die Verwaltung favorisiert: Der Bau in Eigenregie soll mit oberster Priorität verfolgt werden. Die Stadt soll gleichzeitig mit dem Land Verhandlungen über finanzielle Unterstützung aus Mainz aufnehmen. Einem Ergänzungsvorschlag der FDP, ein gemeinsames Bad der Region an einem geeigneten Standort anzupeilen, wollten sich die anderen Fraktionen nicht anschließen.

Auch ein weiterer Beschluss wird die Bad- und Saunabesucher unmittelbar betreffen: Der Eintritt in den Schwimmbädern der Stadt steigt zum 1. Juli. Der entsprechenden Vorlage der Verwaltung stimmte der Rat geschlossen zu – bei Enthaltung der Grünen. Zwischen 10 und 25 Prozent bewegen sich die Erhöhungen. „Moderat“, wie Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein meinte. Ausgenommen von der Preissteigerung wurde das marode Stadtbad in der Weißer Gasse. Wegen des bekanntermaßen schlechten Zustands, wie Hammes-Rosenstein ausführte. Seit Jahren seien die Preise stabil gehalten worden. Der Aufforderung der Aufsichtsbehörde in Richtung Stadt, alle Ertragsmöglichkeiten auszuschöpfen, sei jetzt auch bei Bädern zu folgen – sowie auch bei den übrigen Sportstätten.

Zähneknirschend nahm der Rat die Mehrkosten von 1,35 Millionen Euro beim Bau des Schienenhaltepunkts zur Kenntnis. Ablehnend bei der CDU, wie Hans-Jörg Assenmacher noch einmal mit Blick auf die Historie der Finanzierung des Projekts ausführte. Bauchschmerzen gab es bei der Union auch, weil es keine Abstimmung durch den Rat darüber geben sollte – sondern dieser nur darüber unterrichtet wurde. Zuletzt hatte der Rat nämlich seine Zustimmung mehrheitlich verweigert (die RZ berichtete). Jetzt wurde von der Verwaltung dargestellt, dass die aufgeführten Kosten zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr abzuwenden seien und von der Stadt finanziert werden müssten. Ingo Schneider

Link zum Ergänzungsantrag der FDP
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